Inner Festival Tribe
Gefühle

Ja zu dir, Nein zu dem, was du nicht willst

Was gesundes Rot ausmacht und wie du alte Glaubenssätze prüfst, statt ihnen zu glauben.

Rot ist die Kraft in dir, die sagt: Das bin ich. Das will ich. Das will ich nicht. Bevor wir lernen, uns Regeln und Erwartungen anzupassen, ist sie einfach da. Bei einem Kind, das lacht, wenn es sich freut, und schreit, wenn ihm etwas weggenommen wird.

Gesundes Rot

Gesundes Rot spürt, was es fühlt, und steht dazu. Es sagt klar Ja und klar Nein, ohne andere kleinzumachen. Es traut sich, gegen eine Norm zu handeln, wenn sie nicht zu ihm passt.

Toxisches Rot

Toxisches Rot will sich durchsetzen, koste es, was es wolle. Es ist immer im Kampf, kann nicht fünfe gerade sein lassen und tritt über die Grenzen anderer hinweg. Das ist nicht Stärke, sondern Angst in Rüstung.

Glaubenssätze prüfen statt glauben

Viele von uns tragen Sätze in sich, die irgendwann einmal Sinn hatten: Wer weint, ist schwach. Wer laut wird, ist unbeherrscht. Was sollen die Nachbarn denken. Solche Sätze kann man nicht wegdenken, aber man kann sie prüfen. Die Verhaltenstherapie nennt das Verhaltensexperiment:

  1. Schreib den Satz auf, zum Beispiel: „Wenn ich zeige, dass mich etwas verletzt, halten mich die anderen für schwach.“
  2. Schätze, wie sehr du daran glaubst, von 0 bis 100.
  3. Probiere es in einem kleinen, sicheren Moment aus. Sag einem vertrauten Menschen, dass dich etwas getroffen hat.
  4. Beobachte, was wirklich passiert. Wie sehr glaubst du den Satz jetzt noch?

Meist ist die Reaktion viel milder als befürchtet. Mit jedem Versuch wird der alte Satz leiser.

Nein sagen, freundlich und klar

  • „Nein, das möchte ich nicht.“ Ein Nein braucht keine lange Begründung.
  • „Ich merke, dass mir das zu viel ist. Ich melde mich, wenn ich wieder Kapazität habe.“
  • „Ich sehe das anders. Mir ist wichtig, dass …“

Rot und deine Werte

In Rot liegen die Werte, die schon in dir waren, bevor die Gesellschaft dir erklärt hat, was richtig ist. Der Wertekompass hilft dir, sie wiederzufinden und von denen zu unterscheiden, die man dir eingepflanzt hat.

Gefühle benennen Fragen zu Kraft kontemplieren

Red is the force within you that says: This is me. This is what I want. This is what I don't want. Before we learn to adapt to rules and expectations, it is simply there. In a child who laughs when happy and screams when something is taken away.

Healthy Red

Healthy Red feels what it feels and stands by it. It says a clear yes and a clear no without making others small. It dares to act against a norm when that norm doesn't fit.

Toxic Red

Toxic Red wants to win at any cost. It is always fighting, can never let things slide and tramples over the boundaries of others. That is not strength, it is fear in armour.

Test beliefs instead of believing them

Many of us carry sentences that once made sense: Crying is weak. Getting loud means losing control. What will the neighbours think. You can't think such sentences away, but you can test them. Behavioural therapy calls this a behavioural experiment:

  1. Write the sentence down, for example: "If I show that something hurts me, others will think I'm weak."
  2. Rate how much you believe it, from 0 to 100.
  3. Try it out in a small, safe moment. Tell someone you trust that something hit you.
  4. Observe what really happens. How much do you believe the sentence now?

Usually the reaction is much milder than feared. With every try, the old sentence gets quieter.

Saying no, kindly and clearly

  • "No, I don't want that." A no doesn't need a long explanation.
  • "I notice this is too much for me. I'll get back to you when I have capacity."
  • "I see it differently. What matters to me is …"

Red and your values

Red holds the values that were in you before society explained what is right. The Values Compass helps you rediscover them and tell them apart from the ones planted in you.

Name your feelings Contemplate the Power questions

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